OPC UA in der Oberflächentechnik

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Gründung der Joint Working Group von VDMA und OPC Foundation auf der Hannover Messe 2019

Hannover, 1. April 2019 – Der VDMA verfolgt das Ziel, den Integrationsaufwand für Maschinen, Installationen und Geräte der Oberflächentechnik zu reduzieren, sowohl untereinander als auch mit Peripheriesystemen und Produktionssystemen höherer Ebenen. Der Verband und die OPC Foundation haben zur Bearbeitung dieser wichtigen Aufgabe die Joint Working Group "VDMA OPC Surface Technology Initiative" gegründet. Partnerschaftlich unterstützt wurde das Kick-Off-Meeting auf der Hannover Messe durch die Deutsche Messe AG.

Die auf der Gründungssitzung anwesenden Vertreter der Mitgliedsunternehmen wählten Herrn Peter Turczak, WiWa Wilhelm Wagner GmbH & Co. KG, zum Vorsitzenden der Joint Working Group. Aus dem Netzwerk der VDMA Oberflächentechnik und der OPC Foundation erweiterte sich die Ausgangsgruppe von acht Unternehmen um weitere fünf Interessenten.

"Die Aufmerksamkeit für unsere Initiative wächst stetig in der Branche. Eine breite Beteiligung ist wichtig, um eine hohe Akzeptanz des Kommunikationsstandards in der Oberflächentechnik zu erreichen", sagte Turczak. An der Mitarbeit interessierte Unternehmen können sich an die Geschäftsstelle der VDMA Oberflächentechnik wenden.

Die Teilnehmer informierten sich zu der in der VDMA Oberflächentechnik geleisteten Vorarbeit für einen OPC UA Schnittstellenstandard für Lackversorgungssysteme. Das Informationsmodell beschreibt die Kommunikation zwischen dem Lackversorgungssystem, dem Automatisierungssystem und dem Applikationssystem.

Gemeinsam mit den neu hinzukommenden Mitgliedern soll daraus innerhalb des nächsten Jahres eine OPC UA Companion Specification entwickelt werden, mit der eine Standardisierung der Maschine-Maschine-Kommunikation für dieses Segment der Beschichtungstechnik erreicht wird.

Die Teilnehmer der Kick-Off-Sitzung erarbeiteten eine priorisierte Liste für Folgeprojekte, in denen es um die Ausarbeitung weiterer Companion Specifications, insbesondere für die Lackiertechnik, geht. Auch für die Strahltechnik wurden Ansätze erörtert.

Im Anschluss an das erste Treffen präsentierte sich die Joint Working Group "VDMA OPC Surface Technology Initiative" auf der 1. World Interoperability Conference. Diese bot den Teilnehmern den passenden Rahmen für die Vernetzung mit Akteuren anderer OPC UA Working Groups.

 

Kontakt
Dr. Martin Riester
VDMA Oberflächentechnik
Telefon +49 6603-1290
martin.riester@vdma.org
ot.vdma.org

 

Ein Bild des Vorsitzenden Peter Turczak, WiWa Wilhelm Wagner GmbH & Co. KG, sowie den neuen OPC UA-Flyer finden Sie unter „Pressemeldungen“ auf alt.vdma.org. Bildquelle: VDMA e.V.

Weitere Informationen zu OPC UA: https://opcua.vdma.org/

 

 

Open Platform Communications Unified Architecture (OPC UA)

OPC UA ist ein offener Schnittstellenstandard, der die Mechanismen der Zusammenarbeit im industriellen Umfeld definiert. Er befähigt den Maschinen und Anlagenbau, seine Produktion digital zu vernetzen. Maschinen und Anlagen können so per Plug & Work nach Bedarf umgestaltet werden – unabhängig von welchen Herstellern die Maschinen und Komponenten in der Produktion stammen. Der VDMA erarbeitet zusammen mit seinen Mitgliedsunternehmen OPC UA Companion Specifications.

 

Der VDMA vertritt mehr als 3200 Unternehmen des mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbaus. Mit 1,3 Millionen Erwerbstätigen im Inland und einem Umsatz von 232 Milliarden Euro (2018) ist die Branche größter industrieller Arbeitgeber und einer der führenden deutschen Industriezweige insgesamt.

Der Fachverband Allgemeine Lufttechnik umfasst die Teilbranchen Klima- und Lüftungstechnik (Prozess- und Raumlufttechnik), Kälte- und Wärmepumpentechnik, Luftreinhaltung (Prozesslufttechnik), Oberflächentechnik und Trocknungstechnik.

 

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